Liebe Tübingerinnen und Tübinger,

Ihre Wertschätzung lässt mich staunen vor Glück: Mehr als 800 Wahlberechtigte haben einen Aufruf unterzeichnet, der mich darin unterstützen will, erneut für das Amt des Oberbürgermeisters in unserer wunderbaren Stadt zu kandidieren. Eine ähnlich große Zahl von Menschen hat mit einer Geldspende diese Unterstützung schon geleistet. So ist das erforderliche Budget für einen Wahlkampf in nur einer Woche zusammen gekommen. Ich kann Ihnen gar nicht genug Dank sagen für diese Ermutigung. Sie haben damit den Ausschlag gegeben: Ich werde mich um eine dritte Amtszeit bewerben.

Ich hatte zunächst durchaus ernste Zweifel. In fast 16 Jahren im Amt musste ich auch Entscheidungen treffen, die Enttäuschungen verursacht haben. Mancher Streit hinterlässt persönliche Spuren. Hinzu kam der Konflikt mit meiner Partei. Es fällt mir schwer, ohne die Unterstützung der Partei zu kandidieren, der ich aus Überzeugung seit 25 Jahren angehöre. Meine politische Heimat sind und bleiben die Grünen in Baden-Württemberg. Ich möchte zu ihrem Erfolg und dem der Regierung Kretschmann beitragen. Doch bei dieser Wahl ist mir das aus bekannten Gründen verwehrt.

Oberbürgermeisterwahlen sind in unserem Land traditionell Persönlichkeitswahlen. Die Parteien können dabei wichtige Unterstützung leisten. Zur Wahl stehen sie aber nicht. Es kommt also mehr darauf an, was der Wille der Bürgerschaft ist als auf die Beschlüsse von Parteiversammlungen. Mir war es wichtig, über den Wählerwillen nicht zu spekulieren. Daher habe ich auf eigene Kosten eine repräsentative Umfrage beim renommierten Forsa-Institut in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: 68% der befragten Tübingerinnen und Tübinger sagen, sie sind mit meiner Arbeit als Oberbürgermeister zufrieden. Die höchste Zufriedenheit bekunden die Wählerinnen und Wähler meiner Partei, der Grünen, mit 86%.

Beides zusammen, die spürbare Unterstützung aus allen Kreisen der Stadtgesellschaft und die Zufriedenheitswerte der repräsentativen Umfrage lassen mich hoffen, dass ich einem Wunsch einer Mehrheit entspreche, wenn ich versuche, ein drittes Mal Ihr Oberbürgermeister zu werden.

Sie wissen, dass der Klimaschutz mein politisches Herzensanliegen ist. Unser Programm für ein klimaneutrales Tübingen bis 2030 in die Tat umzusetzen ist eine Aufgabe, der ich mich mit Leidenschaft widmen will. Für alles Weitere ist es heute noch zu früh. In den kommenden Wochen und Monaten möchte ich in einen intensiven Dialog eintreten. Ich will in Erfahrung bringen, was Sie von der Stadtpolitik und mir erwarten. Auf dieser Basis will ich bis zum Sommer ein Programm entwickeln, auf dessen Umsetzung Sie sich im Falle meiner Wahl wie in den vergangenen 16 Jahren verlassen können.

Ich freue mich auf viele Begegnungen und Gespräche.

Für heute aber sage ich nochmals aus ganzem Herzen Danke!

Ihr Boris Palmer


Tübingen 2030 – Der Podcast

Moderiert von Moritz Pfeiffer spreche ich in diesem Podcast mit Tübinger Bürgerinnen und Bürgern, Wegbegleitern und Kritikern – über Erreichtes und über Anstehendes, über Erfolge und Rückschläge, über Chancen und Ziele, über meine Motivation und mein politisches Angebot an die Wählerinnen und Wähler. Es wird kontrovers, denn natürlich sind auch Gäste eingeladen, die anderer Meinung sind – in der Hoffnung, dass sie die Einladungen annehmen und eintreten in einen konstruktiven Wettstreit um die besten Konzepte für Tübingen. Am Ende dieses Prozesses steht die OB-Wahl am 23. Oktober, bei der die Tübingerinnen und Tübinger entscheiden.

Sie, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, sind herzlich eingeladen, diesen Podcast zu hören und zu abonnieren und mit Ihren Fragen und Anregungen mitzugestalten (Mail an podcast@borispalmer.de). Finden lässt sich der Podcast auf folgenden Plattformen: Apple Podcasts, Spotify, Google Podcasts, Audible, Deezer und YouTube. Neue Folgen erscheinen in der Regel wöchentlich am Freitag.

Tübingen 2030 – Der Podcast | Folge 03